Forex Trading

Wenn es im Finanzbereich eine Sparte gibt, die in den letzten Jahren bei den Privatanlegern einen regelrechten Boom erlebt hat, dann ist es sicherlich der Devisenhandel. Noch vor einigen Jahren nahezu ausnahmslos den Banken und den großen institutionellen Kunden vorbehalten, kann heute jeder Kleinanleger in Devisen investieren. In der Fachsprache wird der Handel mit Devisen als Forex Trading bezeichnet, wobei der Begriff Forex für „foreign Exchange“ (fremde Währung) steht. Generell handelt es sich beim Forex Trading aber keineswegs um eine Kapitalanlage auf längere Sicht, sondern um eine Möglichkeit der Spekulation, denn der Handel mit Devisen ist eine Form des Investments, die mit hohen Risiken, aber natürlich auch mit hohen Chancen, ausgestattet ist. Vom Grundprinzip her funktioniert das Forex Trading wie der Handel mit Wertpapieren bzw. mit Derivaten. Allerdings werden Devisen nicht an einer Börse „vor Ort“ gehandelt, sondern ausschließlich über die Computersysteme. Daher muss der Anleger zunächst auch stets ein Handelskonto bei einem Forex Broker eröffnen, um am Devisenhandel teilnehmen zu können.

Insgesamt betrachtet und verglichen mit den anderen möglichen Investments zählt der Devisenhandel mit Sicherheit zu den Investitionsmöglichkeiten, bei denen der Anleger am meisten Fachwissen haben sollte. Aufgrund des hohen Risikos kann bereits ein falscher „Klick“ dazu führen, dass man sein gesamtes Kapital verliert. Vom Totalverlust in Minuten bis hin zu Gewinnen von mehreren hundert Prozent in ebenfalls nur wenigen Minuten ist beim Devisenhandel im Grunde Alles möglich. Zu den wichtigen Begriffen, mit denen man sich als zukünftiger Forex Trader definitiv vertraut machen sollte, zählen beispielsweise Spread, Margin, Leverage und Lot. Grundsätzlich funktioniert das Forex Trading stets so, dass man sich für ein Währungspaar entscheidet, welches gehandelt werden soll. Am beliebtesten und am meisten gehandelt ist das Paar Euro und US-Dollar. Ist man zum Beispiel der Auffassung, dass der Wert des Dollars gegenüber dem Euro in der Zukunft steigt, dann kann man im Rahmen des Devisenhandels Euro verkaufen und im Gegenzug Dollar kaufen.